Die INKAs sind (welt)spitze

Die INKAs auf Siegeszug – im globalen Wettbewerb IRLE um die innovativsten Entwicklungen in der Medizintechnik holten die Wissenschaftler der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität gleich zwei Preise.

„In diesem Jahr wurden in der Vorauswahl zur „Innovation Research Lab Exhibition“ 45 Beiträge aus weltweit 31 Instituten zugelassen und von 50 hochkarätigen Jury-Mitgliedern begutachtet“, sagt Michael Friebe, Stiftungsprofessor am Lehrstuhl für Intelligente Kathetertechnologien und bildgesteuerte Therapie (INKA) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2008 ging INKA als vom Bundesforschungsministerium geförderte InnoProfile-Transfer-Initiative an den Start. Ziel ist seitdem die Entwicklung von Komponenten und Gesamtsystemen für minimalinvasive Operationstechniken.

Auf internationalem Parkett sorgen die INKAs längst für Aufsehen mit ihren wegweisenden Ideen und Entwicklungen. Was den IRLE 2018 betrifft, der vom Zentralinstitut für Medizintechnik (ZIMT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Innovation Think Tank der SIEMENS Healthineers veranstaltet wird, hatten sie gleich doppelten Grund zur Freude: Mit den Projekten „Patient specific Skin Cancer Treatment Concepts via 3D printing“ und „Flexible Assistant Holder for MRI Interventions“ erlangten sie einen 1. und einen 3. Platz. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnungen. Sie sind ja auch Ausdruck einer internationalen Wertschätzung unserer wissenschaftlichen Forschung in der angewandten Medizintechnik“, sagt Friebe.

Stellvertretend für ihre Teams nehmen Sinja Lagotzki den dritten Preis und Ali Pashazadeh (v.l.) den ersten Preis entgegen.

Stellvertretend für ihre Teams nahmen Sinja Lagotzki den dritten Preis und Ali Pashazadeh (v.l.) den ersten Preis entgegen.

Thomas Sühn/INKA

Meilenschritte zur personalisierten Medizin

In dem Projekt „Patient specific Skin Cancer Treatment Concepts via 3D printing“ forschen Ali Pashazadeh, Nathan Castro, Dietmar Hutmacher und Michael Friebe gemeinsam mit Wissenschaftlern der Queensland University of Technology im australischen Brisbane an einem neuen Verfahren zum personalisierten 3D-Druck von Oberflächenauflagen für die Behandlung von Hautkrebs. Mit Hilfe von krebszerstörenden Komponenten, die im Druckmaterial integriert sind, kann die Auflage direkt für den jeweiligen Tumor individuell hergestellt werden.

Das INKA-Startup „Flexible Assistant Holder for MRI Interventions“ von Juan Sanchez, Sonja Lagotzki, Robert Odenbach, Axel Boese und Michael Friebe hat einen einfachen und preiswerten Lösungsansatz für Halte- und Führungssysteme entwickelt, die bei klinischen Therapien im Kernspintomographen zum Einsatz kommen.

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