Forschungsneubau verleiht Flügel

Das neue Gebäude des Zentrums für Innovationskompetenz "B CUBE" in Dresden ist nach gut zwei Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht worden. Es bietet mehr Platz für noch mehr junge, talentierte Wissenschaftler. Entsprechend groß ist die Freude.

Überall sind nur strahlende Gesichter zu sehen, an diesem sonnigen Mittag im Dresdner Stadtteil Johannstadt. „Es ist ein bewegender Moment“, sagt B CUBE-Sprecher Stefan Diez zur Eröffnung des Neubaus. Der Physikprofessor war schon vor zehn Jahren an der Entwicklung der ersten Konzepte für das Forschungshaus beteiligt. In der gesamten Zeit waren die Labore und Büroräume von B CUBE in einem Geschäftshaus untergebracht. „Direkt über einem Supermarkt und einem Fitness-Studio“, sagt Diez schmunzelnd. Höchste Zeit also für den Umzug in ein neues und vor allem größeres Gebäude. Schließlich ist das B CUBE-Team inzwischen auf 75 Mitarbeiter angewachsen. In den kommenden Jahren sollen es sogar doppelt so viele werden – genug Raum ist nun da.

Neues Gebäude B CUBE Außenansicht

Freude in Dresden: 42 Millionen Euro und gut zwei Jahre Bauzeit hat es gekostet, nun ziehen die Teams der Forschungszentren B CUBE und DZNE in das neue Gebäude ein.

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Ein Haus – doppelt genutzt

B CUBE wird in dem 5.700 Quadratmeter großen Gebäude allerdings nicht allein sein. Ungefähr die Hälfte der Fläche nutzt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft (DZNE). Das schafft Synergien – von der Baukostenoptimierung bis hin zur gemeinsamen Nutzung von Technik und Räumen. Das DZNE hat den Bau zusammen mit B CUBE geplant und koordiniert. Den unterschiedlichen Wünschen der beiden Forschungszentren gerecht zu werden, war eine große Herausforderung für das Architekturbüro Wörner, Traxler, Richter. Doch die haben sie zweifellos gemeistert und ein lichtdurchflutetes Gebäude mit großzügigen Labor-, Büro- und Gemeinschaftsräumen geschaffen, in denen gleichermaßen geforscht und kommuniziert werden kann. Schließlich funktioniert das eine nicht ohne das andere.

Aufnahme Gemeinschaftsräume im Neubau B CUBE

Gute Forschung braucht Kommunikation: Großzügige und lichtdurchflutete Gemeinschaftsräume laden dazu ein.

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Sächsischer Campus mit internationaler Ausstrahlung

42 Millionen Euro hat der Bau gekostet, zum großen Teil finanziert aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und mit Geldern des Freistaates Sachsen. Entsprechend stolz ist auch der sächsische Finanzminister Matthias Haß, der zur feierlichen Eröffnung gekommen ist: „Investitionen in die Wissenschaft stärken auch die Wirtschaft“, sagt er. Im Stadtteil Dresden-Johannstadt hat sich in den letzten Jahren ein Wissenschaftscampus mit internationaler Strahlkraft entwickelt. In direkter Nachbarschaft des Neubaus sind unter anderem das Biotechnologische Zentrum der Technischen Universität Dresden, das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien, das Uniklinikum und das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik angesiedelt.  „Gute Forschung ist wichtig, um Dummheit und Ignoranz in die Schranken zu weisen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des DZNE, Pierluigi Nicotera, auf der Eröffnungsfeier. In diesem Sinne wird das B CUBE-Team nach dem Umzug mit großem Enthusiasmus an die Arbeit gehen, beflügelt von den schönen neuen Räumen für ihre Forschung.

Vogelperspektive Treppenhaus Neubau B CUBE

Konzentration auf das Wesentliche: Mit viel Glas sind auch Foyer und Treppenhaus transparent, freundlich und ohne Schnörkel.

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