Hightech-Logistiklabor in Dortmund eröffnet

Ministerin Anja Karliczek hat das „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ in Dortmund eröffnet. Die beiden neuen Versuchshallen sollen dazu beitragen, die Interaktion von Menschen und Technik in gemeinsamen Netzwerken zu gestalten.

Ministerin Karliczek bei der Eröffnung des Innovationslabors in Dortmund

Fraunhofer-IML-Institutsleiter Michael ten Hompel (links) zeigt Ministerin Karliczek (2.v.r.) den "IoT Service Button", einen Knopf, mit dem sich Vorgänge automatisch auslösen lassen.

Fraunhofer IML

Roboter, fahrerlose Transportfahrzeuge und intelligente Regale haben längst Einzug in Forschung und Industrie gehalten. Doch wie sollen Mensch und Technik künftig in Netzwerken zusammenarbeiten? Das „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ in Dortmund will diese Fragen in den kommenden Jahren beantworten. Am 10. Juli 2018 wurde es von der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek offiziell eröffnet. Das Ministerium fördert das Projekt als Pilotvorhaben unter dem Namen „LIDO“ im Rahmen seines neuen Förderkonzepts „Innovation und Strukturwandel“.

„Eine moderne Logistik ist für Deutschland als Exportnation und rohstoffarmes Land entscheidend und bietet für das Ruhrgebiet eine Zukunftsperspektive als attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort“, sagte Ministerin Karliczek bei der Eröffnung. „Das neue Innovationslabor wird die Region stärken.“

Laserprojektion und autonome Drohnen

Das neue Innovationslabor ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt und wird vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie der TU Dortmund betrieben. Es soll Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammenbringen und einen lebendigen Wissenstransfer ermöglichen. In den beiden hochmodern ausgestatteten Hallen – einem Forschungs- und einem Anwendungszentrum – testen und veranschaulichen die Forscher die Entwicklungen der Mensch-Technik-Interaktion. Unternehmen erhalten dabei die Möglichkeit, die Versuchsanordnungen für eigene Entwicklungen zu nutzen. Dabei können sie auf eine Hightech-Ausstattung zurückgreifen. Zu dieser zählen das europaweit größte Motion-Capturing-System und ein Laserprojektionssystem, mit denen sich Prozesse in Echtzeit erfassen, analysieren und simulieren lassen. Hinzu kommen unter anderem autonome Transportroboter und autonome Transportdrohnen, die sich im Schwarm selbst organisieren.

Durch gezielte Transferprojekte von Wissenschaft und Wirtschaft soll der Weg in den Markt für Unternehmen kürzer werden, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Das soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen und die Arbeitsplätze am Standort Deutschland sichern.