Hugo-Junkers-Preise für „INKA“ und „C³“

Die InnoProfile-Transfer-Initiative „INKA“ sowie das Zwanzig20-Konsortium „C3“ sind mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden.

Das Entwicklungsprojekt „SURAG – SURgival Audio Guide – übers ‚Hören‘ zum verifizierten therapeutischen Ziel“ hat den 2. Preis im Hugo-Junkers-Wettbewerb 2017 des Landes Sachsen-Anhalt erhalten. Das Team um INKA-Stiftungsprofessor Michael Friebe wurde in der Kategorie „Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung“ für die Entwicklung eines speziellen Audio-Guides geehrt, der die unterschiedlichen Strukturen menschlichen Gewebes „hört“. Die Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben die Grundlagen für ein Verfahren entwickelt, das die Navigation und Zielführung von klinischen und therapeutischen Systemen verbessert. Die „SURAG“-Technologie ermöglicht die Messung der Interaktion zwischen Humangewebe und Biopsie-Nadel durch ein Zusatzgerät am Ende des Instruments, mit dem man Tonaufnahmen von den Gewebestrukturen machen kann. Das Audiosignal wird dabei in Echtzeit aufgenommen, gefiltert, verarbeitet und liefert Details über die genaue Position des Therapiewerkzeugs.

Sonnenkraftwerke aus Carbonbeton

Mit dem Zwanzig20-Konsortium C3 war eine weitere Unternehmen-Region-Initiative erfolgreich: Das Forschungsprojekt „Solaroptimierte Photovoltaik in Carbonbetonfassaden“ erhielt den 3. Preis in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“. Wissenschaftler der HTWK Leipzig, des Fraunhofer CSP und der TU Dresden arbeiten gemeinsam mit der SGB Steuerungstechnik GmbH und der Solar Valley GmbH an der Integration von Solarmodulen in Fassaden aus Carbonbeton. Die fünf Partner haben drei verschiedene Kombinationsmöglichkeiten von Solarmodulen und Beton erforscht. Das Fazit: Jede der drei Optionen ist technisch umsetzbar und dank des speziellen Designs ein echter Blickfang. In Zukunft könnten sie Carbonbeton-Gebäude zu kleinen Sonnenkraftwerken machen.