Preisgekröntes Testbesteck

Ein interdisziplinäres Forschungsteam um die Generic Assays GmbH hat ein medizinisches Testbesteck entwickelt, mit dem sich Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen erkennen lassen. Generic Assays erhielt dafür den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017.

Dirk Roggenbuck und Reinhold Hartwig, Geschäftsführer der GA Generic Assays GmbH aus Dahlewitz bei Berlin, konnten kürzlich den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017 entgegen nehmen. Das Unternehmen überzeugte mit einer innovativen in-vitro-Diagnostik, mit deren Hilfe eine akute Bauchspeicheldrüsen-Entzündung festgestellt und gleichzeitig deren Verlauf vorhergesagt werden kann.

Mit dem medizinischen Testbesteck lässt sich schon frühzeitig ermitteln, welche Patienten der Hochrisikogruppe in Bezug auf Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen zuzuordnen sind und bei welchen Patienten die Erkrankung eher mild verläuft. Der Arzt kann dementsprechend rechtzeitig die für den jeweiligen Patienten bestmögliche Therapie wählen. Bei dem Test handelt es sich um ein Enzym-Messverfahren, das die Konzentration des Bauchspeicheldrüsen-Glykoproteins GP2 im Serum von Patienten misst. Dieses Protein kommt nur im Blut von erkrankten Personen vor und eignet sich daher sehr gut als Marker.

Die GA Generic Assays ist eines der Unternehmen, die die Stiftungsprofessur von Peter Schierack an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg finanzieren. Der Professor für Multiparameterdiagnostik leitet die vom Bundesforschungsministerium geförderte InnoProfile-Transfer-Initiative „Bildbasierte Assays“ und das Pilotprojekt Strukturwandel „FISHng – Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung“. Er wie auch Stiftungsprofessorin Katja Hanack von der Universität Potsdam, die die InnoProfile-Transfer-Initiative „Artifizielle Immunreaktionen“ leitet, waren an der preisgekrönten Entwicklung beteiligt. Ebenfalls mit im Bunde war Dirk Reinhold von der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.