„Virtual Reality“ – mehr als Entertainment?

Mit der Potsdamer Konferenz „VR Now“, auf der über 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland über Virtuelle Realität diskutieren, hat das Innovationsforum Mittelstand „Virtual Reality Babelsberg“ die richtige Bühne für seinen Start gefunden.

Susanne Stürmer, Präsidentin der Filmuniversität „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, nutzte das internationale Auditorium, um für das neue Innovationsforum zu werben: „Mit dieser Initiative wollen wir die Entwicklung des Medienstandortes Potsdam-Babelsberg zu einem Kompetenzzentrum für Virtual Reality starten.“ Genau jetzt sei der richtige Zeitpunkt, die passenden Unternehmen, Kunst- und Kulturschaffende sowie interessierte Wissenschaftler für dieses Thema noch mehr zu begeistern.

Susanne Stürmer mit Albrecht Gerber

Prominenz zum IF-Start: Susanne Stürmer (Präsidentin der Filmuni) und rechts daneben Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber zusammen mit den Machern von VR Now.

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Form folgt Funktion?

Das Bild im Showroom der VR Now spricht für sich: Umgeben von diversen Spielangeboten, bei denen man sich mit einer VR-Brille „bewaffnet“ schießend durch die Sierra Madre kämpfen oder die Felsen des Grand Canyons emporklettern kann, bis die Fingerkuppen bluten, bietet Projektkoordinator Benjamin Cölle am VR-Infopoint alles Wichtige zum Innovationsforum an: „Na klar – sehr oft sind die Gamer die Treiber der Technologieentwicklung für die virtuelle Welt. Aber gerade die jetzt verfügbare Technik zwingt uns doch zur Frage: Ist Entertainment schon alles?“

Dass da mehr geht, hätten inzwischen virtuelle Fabriken unter der Formel „Industrie 4.0“, die Werbung oder auch Museen und Hochschulen entdeckt, unterstreicht Benjamin Cölle, der als Producer von Dokumentarfilmen weiß, welchen Stellenwert Crossmedia mit digitaler Interaktion heute hat.

Besucher der VR Now Conference

Die VR Now bietet den Besuchern diverse Spielmöglichkeiten mit einer VR-Brille.

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Gute Geschichten gesucht

„Wir bieten Labore zu VR-Storytelling in den Anwendungsbereichen Medien und Entertainment, Industrie und Forschung an“, erläutert Rangeen Katharina Horami. Die Leiterin für Wissens- und Technologietransfer an der Babelsberger Filmuniversität spürte schon beim ersten Workshop des Forums, dass Storytelling oder besser gesagt, das bisherige „Nicht-Storytelling“ die übergeordnete Herausforderung bei der Entwicklung von konkreten Anwendungen im Bereich VR ist.

Ist Thrill schon eine gute Story?

Oder braucht es nicht vielmehr gute Antworten auf die Fragen, wie wir Nutzer künftig mit der VR-Technik umgehen, ob wir eine Interaktion in Echtzeit mit anderen VR-Nutzern wollen, welche Rolle der Sound dabei spielen wird? Und welche Anwendungen für uns Nutzer tatsächlich spannend, phantasievoll und inspirierend sein werden? Rangeen Katharina Horami hätte schon einige Antworten parat. Aber die Teilnehmer des ersten Workshops überraschen mit neuen Ideen, die von der Transferchefin der Filmuni konzentriert notiert werden.

Besucher der VR Now Conference

Besucher der VR Now-Konferenz tauchen ein in die Welt der Virtual Reality.

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Zeit für richtige Fragen

Rund sechs Monate Zeit haben nun die Initiatoren und Teilnehmer des Innovationsforums Mittelstand für neue Antworten auf Fragen, die vielleicht so noch nie gestellt wurden. Benjamin Cölle ist nach dem Start noch neugieriger geworden: „Die heute verfügbare Technik ist so cool, da will ich meine VR-Brille doch nie mehr absetzen. Eigentlich.“ Doch das zurzeit auf dem Markt verfügbare Angebot hat seiner Meinung nach noch viel Luft nach oben und extrem viel Platz für Neues. Am besten aus Potsdam-Babelsberg.

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