Zentren für Innovationskompetenz – Das Programm

Das Programm Zentren für Innovationskompetenz baut herausragende Forschungsansätze an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den ostdeutschen Ländern zu international renommierten Zentren aus.

Logo des Programms Zentren für Innovationskompetenz

Das im Jahr 2002 gestartete Programm „Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen – Talente sichern“ (ZIK) zielt darauf ab, in Ostdeutschland international leistungsstarke Forschungszentren nachhaltig zu etablieren. Die Zentren orientieren sich schon in ihrer Grundlagenforschung an zukünftigen Hochtechnologiemärkten und schaffen die Basis für erfolgreiche Verfahrens- und Technologieinnovationen. Im Mittelpunkt der Förderung stehen international besetzte Gruppen von Nachwuchswissenschaftlern.

Mit dem Programm ist es nachweislich gelungen, die Profilbildung an ostdeutschen Forschungsstandorten umfassend zu stärken und ein strategisch-strukturelles Denken im Wissenschaftsbereich zu verankern. Die Zentren für Innovationskompetenz verfügen heute über wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmale, eine interdisziplinäre sowie internationale Ausrichtung und über eine Nachwuchssicherung, die auf einer umfassenden Qualifizierung und der langfristigen Planungssicherheit der Zentren beruht.

Für die sechs Zentren der ersten Förderrunde, die acht Zentren der zweiten Förderrunde sowie die insgesamt fünf Verbund-ZIKs stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2018 insgesamt 271,6 Millionen Euro bereit.

Zwei Förderrunden, zwei Förderphasen

Das Programm ist modular aufgebaut: Zunächst (ZIK I ab 2002, ZIK II ab 2006) wurden je zwölf auf Vorschlag der Bundesländer ausgewählte Zentren mit jeweils maximal 250.000 Euro bei der Strategieentwicklung unterstützt. Maßgeblich für die Entwicklung der Zentrumskonzepte waren die folgenden vier Erfolgsparameter: Strategische Ausrichtung, Organisation und Vernetzung, Finanzierung, Rahmenbedingungen. In der ersten Förderphase (ZIK I: 2004 bis 2010, ZIK II: 2009 bis 2014/15/16) unterstützte das BMBF sechs (ZIK I) beziehungsweise acht (ZIK II) von einer unabhängigen Expertenjury positiv bewertete Zentren bei der Umsetzung ihrer strategischen Konzeptionen. Im Mittelpunkt stand dabei die Finanzierung von jeweils zwei Gruppen mit internationalen Nachwuchswissenschaftlern.

Trotz der bereits in der ersten Förderphase erzielten Erfolge waren sich alle beteiligten Experten einig, dass ein vergleichsweise kurzer Förderzeitraum von fünf Jahren nicht ausreicht, um die Zentren dauerhaft in der Spitze der internationalen Forschung zu etablieren. Deshalb ermöglicht das Ministerium den ZIKs beider Förderrunden eine weiterführende Förderung in Form neuer Nachwuchsgruppen. (ZIK I ab 2009, ZIK II ab 2016)

Neue Zentren für Innovationskompetenz werden nicht mehr ausgewählt; Verbundvorhaben bestehender ZIKs mit externen Partnern können aber nach wie vor beantragt werden.